Niddaer Heimatmuseum e.V.


Neuerscheinung
der Niddaer Geschichtssblätter
Heft 10

Editorial und Vorstellung des Autors

Rainer Kritzler, Autor der hier nun vorliegenden zehnten Ausgabe der NIDDAER GESCHICHTSBLÄTTER, ist kein Unbekannter in unserer Reihe. In Heft 4 brachte der Studiendirektor i.R. mit der Geschichte des Niddaer Gymnasiums einen Beitrag zur Niddaer Stadtgeschichte und in Heft 6 setzte er sich mit dem Begriff “Oberhessen” auseinander. Darüber hinaus verfasste er zwei umfassende Beiträge in dem 2003 neu aufgelegten und überarbeiteten Niddaer Geschichtsbuch “Nidda - Die Geschichte einer Stadt und ihres Umlandes”, hrsg. von Prof. Dr. Ottfried Dascher in Verbindung mit Reinhard Pfnorr: “Politik und Alltag in Nidda (1850 - 1919)” sowie “Nidda seit 1945 - Jahrzehnte des Wandels”.

Für das Redaktionsteam des Museumsvereins und die Veröffentlichungen in den Niddaer Geschichtsblättern ist er schon lange ein wichtiger Helfer beim Korrekturlesen und ebenso konstruktiver Kritiker und Informant beim Bearbeiten von Manuskripten.

Der erste Beitrag zur Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde in Nidda geht über eine rein örtliche Chronik hinaus und stellt in verdienstvoller Weise einen Zusammenhang her zur Entwicklung der evangelischen Kirche in Deutschland. Damit ist z.B. auch ein wichtiger Beitrag für die Hand der Schülerin und des Schülers zur weitergehenden Aufarbeitung kirchengeschichtlicher Themen gegeben, die damit nicht abstrakt bleibt, sondern konkret an den örtlichen Verhältnissen anknüpft und zur anschaulichen Wissensvermittlung beitragen kann.

Der zweite Beitrag zur Familie Krug von Nidda schließt eine weitere Lücke in der Aufarbeitung ortsgeschichtlicher Themen. Es bot sich an, diese Arbeit mit der Herausgabe der Beiträge zur Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde zu verbinden, ergeben sich doch vielfältige Bezugspunkte zwischen der Familie Krug und der Entwicklung der Niddaer evangelischen Kirche sowie des Schulwesens in Nidda. Und noch heute werden Bedürftige aus der Krug’schen Stiftung alimentiert, ohne dass dies einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wäre.

Die Redaktion der NIDDAER GESCHICHTSBLÄTTER wünscht dem Autor, dass das Heft 10 eine große Leserschaft findet und ist überzeugt davon, dass sich das Werk würdig in seine bisher veröffentlichten kirchengeschichtlichen Themen einreiht.


Für die Redaktion und den Vorstand des
NIDDAER HEIMATMUSEUMS e.V.
Reinhard Pfnorr, 1. Vors.

Rückblick auf Heft 9:

Mit dem Heft 9 der NIDDAER GESCHICHTSBLÄTTER gibt der Verein NIDDAER HEIMATMUSEUM e.V. erstmals einem ganz jungen Autor Gelegenheit zu einer Veröffentlichung. Seine hier vorgelegte Monographie der Grafengeschlechter von Nidda und Ziegenhain, die nicht in erster Linie für die Hand des Fachhistorikers gedacht ist, stellt den Endpunkt einer langjährigen Beschäftigung mit dieser Materie dar und hat seiner Meinung nach nunmehr einen „vorläufigen“ Abschluss gefunden.

Martin Röhling ist von Beruf Steinmetz. Schon als Auszubildender in der Niddaer Steinmetzfirma Praetorius nahm er Kontakt auf mit dem Verein Niddaer Heimatmuseum. Er wurde nicht nur zahlendes Mitglied, sondern gehört seither zu der Gruppe der „Aktiven“.

Martin Röhling war und ist beteiligt am Aufbau des Museumsarchivs, an der Vorbereitung von Ausstellungen, an vielfältigen handwerklichen Arbeiten im Zusammenhang mit der Erweiterung der Ausstellungsräume sowie an den Aufsichten während der Öffnungszeiten.

Der Museumsverein schätzt besonders die Tatsache, dass er die Aktivitäten des Vereins mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten in einer Weise unterstützt, die anderen aufgrund höheren Alters nicht mehr möglich ist. Dies hat er in diesem Jahr vor allem wieder anlässlich der archäologischen Ausgrabungen am Johanniterturm in Nidda gezeigt.

Die dortige Anlage findet schon seit geraumer Zeit sein Interesse und daher stiftete er der Stadt Nidda sein Gesellenstück, ein Denkmal, das an die älteste hessische Johanniterkomturei erinnern soll. Ferner restaurierte er Grabsteine des alten Friedhofs, die danach an der Außenmauer des Niddaer Schlosses aufgestellt wurden und damit einen würdigen Platz erhielten.

Röhlings besonderes Augenmerk galt aber von Anfang an den Grafen von Nidda und Ziegenhain, von denen er je eine Stammtafel erstellte. Hierbei entdeckte er in der ihm zur Verfügung stehenden Literatur eine ganze Reihe von Ungereimtheiten, was ihn auf den Gedanken brachte, der Geschichte der beiden Grafengeschlechter ein wenig genauer nachzuspüren. Dabei herausgekommen ist diese hier vorliegende Kompilation von Quellenmaterial, die zu keinen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen führt, deren Verdienst es aber ist, ein umfassendes Bild über das Wirken dieser beiden hessischen Grafengeschlechter zu zeichnen. Damit dürfte das Heft das Interesse eines größeren lokal- und regionalhistorisch interessierten Publikums finden.

Für die Redaktion und den Vorstand des
NIDDAER HEIMATMUSEUM e.V.
Reinhard Pfnorr, 1. Vors.