|
Mit dem Heft 9 der NIDDAER GESCHICHTSBLÄTTER gibt der Verein NIDDAER HEIMATMUSEUM e.V. erstmals einem ganz jungen Autor Gelegenheit zu einer Veröffentlichung. Seine hier vorgelegte Monographie der Grafengeschlechter von Nidda und Ziegenhain, die nicht in erster Linie für die Hand des Fachhistorikers gedacht ist, stellt den Endpunkt einer langjährigen Beschäftigung mit dieser Materie dar und hat seiner Meinung nach nunmehr einen „vorläufigen“ Abschluss gefunden.
Martin Röhling ist von Beruf Steinmetz. Schon als Auszubildender in der Niddaer Steinmetzfirma Praetorius nahm er Kontakt auf mit dem Verein Niddaer Heimatmuseum. Er wurde nicht nur zahlendes Mitglied, sondern gehört seither zu der Gruppe der „Aktiven“.
Martin Röhling war und ist beteiligt am Aufbau des Museumsarchivs, an der Vorbereitung von Ausstellungen, an vielfältigen handwerklichen Arbeiten im Zusammenhang mit der Erweiterung der Ausstellungsräume sowie an den Aufsichten während der Öffnungszeiten.
Der Museumsverein schätzt besonders die Tatsache, dass er die Aktivitäten des Vereins mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten in einer Weise unterstützt, die anderen aufgrund höheren Alters nicht mehr möglich ist. Dies hat er in diesem Jahr vor allem wieder anlässlich der archäologischen Ausgrabungen am Johanniterturm in Nidda gezeigt.
Die dortige Anlage findet schon seit geraumer Zeit sein Interesse und daher stiftete er der Stadt Nidda sein Gesellenstück, ein Denkmal, das an die älteste hessische Johanniterkomturei erinnern soll. Ferner restaurierte er Grabsteine des alten Friedhofs, die danach an der Außenmauer des Niddaer Schlosses aufgestellt wurden und damit einen würdigen Platz erhielten.
Röhlings besonderes Augenmerk galt aber von Anfang an den Grafen von Nidda und Ziegenhain, von denen er je eine Stammtafel erstellte. Hierbei entdeckte er in der ihm zur Verfügung stehenden Literatur eine ganze Reihe von Ungereimtheiten, was ihn auf den Gedanken brachte, der Geschichte der beiden Grafengeschlechter ein wenig genauer nachzuspüren. Dabei herausgekommen ist diese hier vorliegende Kompilation von Quellenmaterial, die zu keinen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen führt, deren Verdienst es aber ist, ein umfassendes Bild über das Wirken dieser beiden hessischen Grafengeschlechter zu zeichnen. Damit dürfte das Heft das Interesse eines größeren lokal- und regionalhistorisch interessierten Publikums finden.
Für die Redaktion und den Vorstand des NIDDAER HEIMATMUSEUM e.V. Reinhard Pfnorr, 1. Vors.
|